Fr.21.7.: Es ist mal wieder soweit: Tischtennis Post SV Weilheim on tour. Ziel diesmal: Würzburg.
Teilnehmer diesmal: Die Sebe's (Thomas und Kurt), Wolfgang Kie., Horst B. (der mit dem Handköfferchen),
Jürgen U., Günter K., Bernd T., und Jochen H..
Erstes Problem: Die Bahn. Die erste Verspätung erfolgt bereits in Weilheim und erfordert sofort spontanes Ausweichen auf andere Züge. Nach. ca. 5 Stunden (incl. ca. 4 Stunden Wolfgang-Schafkopf-Weinen) sind wir am Ziel. Es hat bemerkenswerte 35 Grad Celsius im Schatten.
Nach Bezug der Hotelzimmer machen wir uns auf zur ersten Stadt-Stipvisite. Wir marschieren zum Alten Kranen am Main und von dort zum Abendessen (was sich nicht zum ersten Mal als garnicht so einfach gestaltet). Horst bestellt sich dort eine scheinbar fränk. Spezialität: 'Schweinebraten mit Sauce auf Rechnung'.
Danach entscheiden wir uns für einen Besuch des Weinfestes auf der Festung Marienberg. Bergauf bei 35 Grad: Das ist nur was für durchtrainierte Sportler ! Ein Taxi war uns aber dann doch zu teuer. Also dann halt doch zu Fuß. Das Fest stellte sich uns vor als eine Variante der french-week-Weilheim, nur größer (sozusagen fränksch.-week-Würzburg). Nach umfangreichen Überlegungen, welcher Wein wohl der beste sein könnte, nahm man halt ein paar Flaschen mit und hockte sich auf eine Wiese (Nicht weil wir k.o. waren, sondern weil es keine freien Plätze auf den Bänken gab). Dort feierten wir zu späterer Stunde für ca. 1 Minute Horst's Geburtstag (Dafür versprach er,
Thomas ins alltägliche Gebet aufzunehmen). Später ging es dann wieder runter in die Stadt. Da es schon ein wenig spät war, erfolgte nun die gewohnte Aufteilung der Gruppe in 'Alt' und ‚Jung’, wobei 2-te Gruppe mittlerweile eher unter 'Mittlerweile nicht mehr ganz jung' einzustufen ist. Die zweite Gruppe machte dann in einem Lokal wieder (Nürnberg läßt grüßen) die Begegnung mit dem Ritual des weiblichen Junggesellenabschieds: D.h. es wird versucht, uns Dinge anzudrehen, die wir augenblicklich eigentlich niemals kaufen würden (Wer braucht von uns schon einen BH ?), so dass die zukünftige Ehefrau ihren mitziehenden weibl. Tross an diesem Abend
so weit als möglich freihalten kann. Wer hätte gedacht, dass wir am nächsten Tag noch 2 mal mit diesem Ritual konfrontiert werden ! Da kauft man dann schon auch mal einen kleinen Fetzen Jeans für ein paar Euro, nur weil eine Sonne darauf abgebildet ist. Und warum wurden wir hierfür am ersten Abend mit der Frage 'Ihr seid doch ein Sportverein, oder ?' angesprochen ? Der ein oder andere interpretierte dies als schmeichelhafte Aussage, aber schnell wurde man von der Realität eingeholt: Jürgen hatte ein T-Shirt mit SV-Unterhausen-Emblem an ! Und auch fränk. Frauen wissen nicht nur, für was die Abkürzung SSV steht.
Ohne weitere nennenswerte Besonderheiten ging's dann später ins Hotel, das die Fraktion 'Alt' schon längst beherbergte.
Am Samstag steht dann die obligtorische Stadtführung an. Dazu vereinbarten wir, uns um 9 Uhr vor dem Hotel zu treffen. Komisch, Bernd und Wolfgang fehlen. Sie wollten doch ab 8.15 Uhr innerhalb von 30 min. in der Stadt gefrühstückt haben und waren jetzt noch nicht zurück. Wolfgang hat sich doch extra ab 8.45 Uhr die Zimmer-Toilette reservieren lassen! Im Wirbel der Öffnungszeiten-Diskussion rund um die WM haben sie wohl nicht mitbekommen, dass es um Kneipen zu Nachtzeiten ging und nicht um Cafe's zu Morgenzeiten.
Trotz Verspätung schaffen wir es dann aber doch noch komplett zur Stadtführung: Alte Mainbrücke, Rathaus, Dom, Balthasar Neumann-Kunstwerke,.... Auf eigene Faust inspizieren wir dann noch den Hofgarten der Residenz. Nachmittags trennen sich dann die Wege. Der eine schläft im Hotel, andere stellen ihren Astral-Körper im Freibad zur Schau (die Franken sollten ja auch was zum Lachen haben), einer macht keine Schifffahrt, andere schon ...
Gemeinsam geht es dann bei weiterhin trop. Temperaturen zum Abendessen und anschließend machen wir es uns in einem kleinen Biergarten an einem lebhaften Fußgängerzonenbereich gemütlich. Da war einiges geboten: Mal wurde man Zeuge eines Fahrradunfalls, mal wurde man wieder mit einem (siehe oben) Junggesellinenabschied konfrontiert (wobei die Inflationsrate scheinbar über Nacht um ca. 200% gestiegen ist), mal trabten Christopher-Street-Day-Pärchen vorbei ... Zu späterer Stunde trennen sich wieder die Wege der 2 Altersgruppen. Die einen machen sich um Christopher-Street-Day auf (und es waren nicht die jüngeren !), die anderen besuchen eine Ü30-Disco (waren natürlich nicht die älteren).
Am nächsten Tag stehen alle rechtzeitig und fit auf der Matte, um vormittags die Rückreise anzutreten. Die Bahn ist diesmal an allen Stationen pünktlich, Wolfgang weint trotzdem wieder (stundenlang). Und Kurt beweist zwischendurch die erstaunliche Fähigkeit, 8 Spielkarten aus der Hand direkt in einen ca. 1 Meter entfernten Sitzsspalt zu werfen. Das läßt bzgl. der Treffergenauigkeit im Tischtennis für die neue Saison einiges erhoffen.
Fazit: Mal wieder ein schöner abwechslungsreicher Ausflug. Bis zum nächstes Jahr.
Zuletzt bearbeitet: 12 May, 2011, 11:43:49